Berlin (dpa) - Bei den Koalitionsgesprächen von Union und SPD über die künftige Familienpolitik zeichnet sich ein Streit um die Forderung nach einem Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften ab.

SPD-Vize Manuela Schwesig sagte der Nachrichtenagentur dpa: "Für uns steht fest: Wir machen keinen Unterschied zwischen Paaren und Alleinerziehenden, Patchwork- und Regenbogenfamilien. Wir wollen alle unterstützen." Die Union müsse sich endlich der Lebenswirklichkeit öffnen.

Im Rahmen der Koalitionsgespräche kommt an diesem Montag erneut die Arbeitsgruppe Familienpolitik in Berlin zusammen. Schwesig sagte, in der Union gebe es "immer noch starke ideologische Vorbehalte gegenüber gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften". Homosexuelle dürften aber nicht mehr diskriminiert werden. "Deshalb will die SPD, dass sie im Steuerrecht und auch im Adoptionsrecht gleich behandelt werden."

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