Union und SPD wollen Teilzeitbeschäftigte besser stellen. "Wir wollen einen Rechtsanspruch auf Befristung der Teilzeit einführen", sagte die CDU-Sozialpolitikerin Annette Widmann-Mauz. Dieser Rechtsanspruch solle für diejenigen gelten, die für ihre Kinder oder die Pflege von Angehörigen beruflich kürzer treten. Das haben Beratungen der Koalitionsarbeitsgruppe Familie, Frauen und Gleichstellung ergeben.

Gemeinsames Ziel sei es, die verbreitete Diskriminierung von Teilzeitbeschäftigten bei Bezahlung, Qualifizierung und beruflichem Aufstieg zu bekämpfen, sagten Widmann-Mauz und die stellvertretende SPD-Parteivorsitzende Manuela Schwesig. 

Obwohl Union und SPD sich bei einigen Themen näher gekommen sind, sagte CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt: "Wir drei machen uns da keine Illusionen, dass es noch ein steiniger und harter Weg wird." Seine Kollegen von CDU und SPD, Hermann Gröhe und Andrea Nahles, schlossen sich an. Die drei Politiker sagten, dass es am Ende aller Beschlüsse darum gehe, wie diese finanziert werden könnten.

So würden Finanzierungs-Fragen generell auf eine eigene Liste gesetzt, die am Schluss dann in einer Summe diskutiert und entschieden würden, sagte Dobrindt. "Die harte Auseinandersetzung wird am Schluss stattfinden."