München (SID) - Präsident Uli Hoeneß von Fußball-Rekordmeister Bayern München darf in seiner Steueraffäre auf eine Bewährungsstrafe hoffen. Das zumindest behauptet die Juristin Margrit Lichtinghagen. Sie halte es für "sehr unwahrscheinlich", dass Hoeneß tatsächlich ins Gefängnis muss, sagte Lichtinghagen der Bild-Zeitung. Die 59-Jährige hatte als Staatsanwältin im Frühjahr 2008 bundesweite Bekanntheit erlangt, als sie den damaligen Post-Chef Klaus Zumwinkel wegen Steuerhinterziehung verhaften ließ.

Hoeneß habe öffentlich Reue gezeigt und damit eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine Bewährungsstrafe erfüllt, sagte Lichtinghagen. Durch seine Selbstanzeige habe er überdies bewiesen, dass er "zu einem rechtstreuen Verhalten zurückfinden will".

Die Juristin wollte zudem nicht ausschließen, dass sich Hoeneß und die Justiz vor Beginn der Hauptverhandlung am 10. März 2014 auf einen "Deal" einigen könnten, um das Verfahren zu beschleunigen - und Hoeneß den Weg zu einer Bewährungsstrafe zu ebnen.