Genf (dpa) - Der Iran und die internationale Gemeinschaft haben am Donnerstag in Genf neue Verhandlungen über Teherans umstrittenes Atomprogramm aufgenommen.

Bis Freitag wollen beide Seiten Ergebnisse aus Expertenrunden in Wien in der vergangenen Woche überprüfen. Dabei soll auch die von Teheran geforderte Lockerung der wirtschaftlichen Sanktionen auf der Agenda stehen.

Die Vertreter der sogenannten 5+1-Gruppe - bestehend aus den fünf UN-Vetomächten China, Großbritannien, Frankreich, Russland und den USA plus Deutschland - wollen Sicherheiten dafür, dass das iranische Atomprogramm friedlich ist und das Land kein geheimes Waffenprogramm verfolgt. Die neue Regierung in Teheran will diese Sorge ausräumen. Sie fordert aber im Gegenzug die Anerkennung des Rechts auf ein ziviles Atomprogramm, einschließlich der Urananreicherung auf bis zu fünf Prozent, sowie die Aufhebung von Wirtschaftssanktionen.

Im Vorfeld der neuen Verhandlungsrunde zeigten sich beide Seiten vorsichtig optimistisch, wollten aber keine Details bekanntgeben. Nach Angaben aus informierten Quellen soll der Iran bereit sein, sein Anreicherungsprogramm einzuschränken und den Inspekteuren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) einen einfacheren Zugang zu den Atomanlagen des Landes zu gewähren.