Ulm (dpa) - Der Deutsche Alpenverein (DAV) hat sich auf seiner Hauptversammlung in Ulm mit großer Mehrheit gegen Olympische Winterspiele 2022 in den bayerischen Alpen ausgesprochen.

Grund seien vor allem die nötigen Eingriffe in die Natur, teilte Präsident Josef Klenner nach der Sitzung mit. Falls die Bürgerentscheide am Sonntag positiv ausgehen, wolle der DAV aber an der Bewerbung mitwirken und seine Kompetenz als Naturschutzverband einbringen. Rund 70 Prozent der mehr als 600 Delegierten stimmten nach mehrstündiger Debatte für einen entsprechenden Antrag

"Das ist eine sehr klare Entscheidung, eine sehr deutliche Positionierung. Sie hat unter großer Beteiligung aller Sektionen stattgefunden. Wir als Präsidium sind natürlich ohne jeden Vorbehalt dabei, diesen Beschluss umzusetzen", sagte Klenner. Als die Mitgliedsverbände des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) Ende September das Konzept für 2022 mit nun vier Wettkampforten einstimmig absegneten, hatte sich der DAV als einziger enthalten.

Die Olympia-Bewerbung Münchens für 2018 hatte der inzwischen auf eine Million Mitglieder angewachsene Verband - wenngleich unter Forderung von zusätzlichen Umweltmaßnahmen - unterstützt. Intern war die damals von Präsidium und Verbandsrat getroffene Entscheidung umstritten. Dieses Mal hatten die Sektionen eine Abstimmung über die Position in dem großen Gremium der Hauptversammlung verlangt.

Jugend des Deutschen Alpenvereins (JDAV)

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