Berlin (SID) - Nach dem nächsten Dämpfer für Union Berlin im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga war Jubilar Uwe Neuhaus bedient. "Für Ballbesitz allein gibt es keine Punkte, Tore gehören irgendwo dazu. Nur ein Törchen in den letzten vier Spielen ist zu wenig", sagte der Trainer der Eisernen nach dem 0:0 gegen den Karlsruher SC. Das 150. Zweitligaspiel von Neuhaus auf der Bank der Unioner war nicht dafür gemacht, den 53-Jährigen in Feierlaune zu versetzen.

Nach nur einem Tor und einem Sieg in den letzten vier Spielen sind die Köpenicker zunächst einmal vom zweiten auf den vierten Platz abgerutscht. Der Rückstand auf die SpVgg Greuther Fürth auf Platz zwei beträgt aber nur einen winzigen Zähler. Dennoch: Eine bessere Ausgangslage wäre vor der Länderspielpause durchaus möglich gewesen. Allerdings nur mit einer stärkeren Offensivleistung, erstmals in dieser Saison gelang dem Team in der Alten Försterei kein Treffer.

"Beim Herausspielen von Torchancen haben wir zurzeit nicht die nötige Präzision. Die Gier, die Bälle unbedingt über die Linie drücken zu wollen, müssen wir wieder entwickeln", betonte Neuhaus und kündigte sofort an: "Daran werden wir in den kommenden 14 Tagen arbeiten."

Zumal dann gleich wieder eine wichtige Begegnung auf dem Programm steht: Union muss beim 1. FC Kaiserslautern antreten, der derzeit punktgleich auf Platz drei rangiert. Eine Niederlage auf dem Betzenberg wäre äußerst schmerzhaft.

Gegen Karlsruhe versuchten die Gastgeber gleich das Kommando zu übernehmen. Mit insgesamt 72 Prozent Ballbesitz gelang ihnen das auch - große Torchancen gab es jedoch nicht. Genauso wenig wie Tore. "Wir haben Druck ausgeübt, aber Karlsruhe hat es gut gemacht. Wir müssen mit dem Punkt leben. Wir hätten gerne mehr mitgenommen, aber es ist kein Wunschkonzert", sagte Union-Akteur Benjamin Köhler bei Sky.