München (dpa) - Vereinspräsident Uli Hoeneß hat bei der ersten Jahreshauptversammlung des FC Bayern München nach Bekanntwerden seiner Steueraffäre große Unterstützung von den Mitgliedern erfahren.

Schon beim Einzug in die Veranstaltungshalle gab es lang anhaltenden Beifall für den 61-Jährigen, der die Versammlung leitete. Bei seinen Begrüßungsworten äußerte sich Hoeneß nicht in eigener Sache. Er verschob seinen in der Tagesordnung an erster Stelle angekündigten Bericht überraschend hinter die Vorträge seiner Präsidiumskollegen und des Vorstandes der FC Bayern München AG.

Der langjährige Bayern-Manager muss sich im Frühjahr 2014 in einem Steuerstrafverfahren vor dem Münchner Landgericht verantworten. Zur Wiederwahl musste sich der seit 2009 amtierende Präsident nicht stellen. Hoeneß ist noch bis November 2015 gewählt. Er ist auch Aufsichtsratsvorsitzender der FC Bayern AG.

Bayern München ist in der historischen Triple-Saison auch wirtschaftlich in eine neue Dimension im deutschen Fußball vorgestoßen. Mit 432,8 Millionen Euro vermeldete der Champions-League-Sieger erneut einen Rekordumsatz im Gesamtkonzern. Dabei erwirtschaftete der deutsche Rekordmeister mit 14,0 Millionen Euro den dritthöchsten Gewinn der Clubgeschichte. Und das bei deutlich gestiegenen Personalkosten: Nach 165,6 Millionen Euro vor einem Jahr erreichte dieser Posten 202,8 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2012/13.

"Der FC Bayern blickt auf ein sportlich und wirtschaftlich großartiges Geschäftsjahr 2012/13 zurück", erklärte Finanzvorstand Jan-Christian Dreesen und verwies auf den Rekordumsatz. "Damit gehört unser Club zu den Großen des Weltfußballs." Die Zahl der Mitglieder des größten deutschen Sportvereins ging auf 223 985 weiter deutlich