Potsdam (SID) - Frauenfußball-Vizemeister Turbine Potsdam steht vor dem Achtelfinal-Rückspiel beim Champions-League-Favoriten Olympique Lyon am Donnerstag (20.00 Uhr) nach der 0:1-Heimniederlage unter Strom. "Wir haben noch eine Chance in Lyon", sagte Trainer
Bernd Schröder, dem der starke Auftritt seines jungen Teams am Sonntag gegen das internationale Star-Ensemble vor heimischer Kulisse Mut für die Herkulesaufgabe machte.

Das Team hat sich laut Tabea Kemme das Credo "Jetzt erst recht" auf die Fahnen geschrieben. "Man hat gesehen, dass wir mit Lyon mithalten konnten und auf Augenhöhe gespielt haben. Wir sind immer für ein Tor gut", sagte auch Potsdams Spielführerin Stefanie Draws: "Wir müssen an die Leistung vom Hinspiel anknüpfen und unsere Chancen nutzen." Doch für den sechsmaligen deutschen Meister könnte nach dem überraschenden Zweitrunden-Aus im DFB-Pokal bereits das zweite von drei Titelrennen frühzeitig enden.

Frankreich-Star Louisa Necib (83.) hatte in einer temporeichen Partie mit zahlreichen Torraumszenen für die Entscheidung zugunsten des zweimaligen Titelträgers gesorgt. Dass die Neu-Auflage der Endspiele von 2010 (7:6 i.E. für Turbine) und 2011 (0:2 für Lyon) diesmal aufgrund der unglücklichen Auslosung so früh über die Bühne geht, ärgert Schröder immens.

"Es ist eine Situation, die wir gerne vermieden hätten. Im europäischen Ranking belegen Lyon und wir die führenden Plätze. Wenn man die anderen Ansetzungen sieht, wären wir mit links in die nächste Runde gekommen", sagte der 71-Jährige der FAZ.