München (SID) - DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und Generalsekretär Helmut Sandrock erwarten keine langwierigen Verhandlungen - in den kommenden Tagen sind erste Gespräche zwischen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und dem Mannschaftsrat um Kapitän Philipp Lahm über die Prämien für die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien geplant.

"Da wird es mit Sicherheit keine Schwierigkeiten geben", sagte Sandrock vor dem Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Freitag (20.45 Uhr/ZDF) in Mailand gegen Italien auf SID-Anfrage. Mit Teammanager Oliver Bierhoff hatte es am Dienstagabend in München bereits eine erste Sondierungsrunde gegeben. Das werde "im Rahmen bleiben", äußerte Niersbach bereits unlängst: "Den Poker mit zugezogenen Gardinen und gedämpftem Licht hat es ja schon lange nicht mehr gegeben."

Weniger als die 300.000 Euro, die für den EM-Titel 2012 ausgelobt waren, wird es wohl auch für den lange ersehnten Titel im kommenden Jahr nicht geben - eher denkbar ist eine leichte Erhöhung. Für die erfolgreiche WM-Qualifikation hatten acht Spieler der Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw bereits die Maximalsumme von 200.000 Euro kassiert, insgesamt schüttete der Verband rund vier Millionen Euro aus.

Für die WM 2010 sowie für die Europameisterschaft 2008 lag die Titelprämie bei 250.000 Euro. Für den Triumph bei der Heim-WM 2006 hätte es 300.000 Euro gegeben. Bei einem Aus in der Vorrunde wären die DFB-Stars jeweils leer ausgegangen, an dieser Regelung dürfte sich auch diesmal nichts ändern. 2012 waren für das Erreichen des Viertelfinals 50.000 Euro, für das Halbfinale 100.000 Euro und für die Endspielteilnahme 150.000 Euro vereinbart gewesen.

Der DFB darf bei der WM 2014 mit Einnahmen durch den Weltverband FIFA in Höhe von über 20 Millionen Euro rechnen, je nachdem wie weit die DFB-Auswahl kommt.

Mit äußerst bescheidenen Summen mussten sich dagegen die deutschen Weltmeistermannschaften begnügen: Die Helden von Bern erhielten für den WM-Titel 1954 umgerechnet 1250 Euro plus ein Fernsehgerät. 1974 gab es für Franz Beckenbauer 30.000 Euro plus einen Käfer Cabrio, 1990 waren 65.000 Euro ausgelobt worden.