München (dpa) - Im NSU-Prozess vor dem Münchner Oberlandesgericht geht es heute um die Tatwaffe. Als Zeuge geladen ist Andreas S., der die Pistole an den Angeklagten Carsten S. verkauft haben soll.

Mit der Waffe, einer Pistole vom Typ Ceska 83, waren laut Anklage neun von zehn Morden des Neonazi-Trios NSU verübt worden. Ursprünglich stammte die Waffe aus der Schweiz, wo sie durch mehrere Hände ging und dann nach Deutschland verkauft wurde.

Dem "Nationalsozialistischen Untergrund" (NSU) wird die Ermordung von neun türkisch- und griechischstämmigen Einwanderern und einer deutschen Polizistin zwischen 2000 und 2007 zur Last gelegt. Die Hauptangeklagte Beate Zschäpe ist einzige Überlebende des Trios.