Frankfurt/Main (SID) -  Fußball-Weltmeister Horst Eckel will sich bei seinem Engagement für die Sepp-Herberger-Stiftung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nicht vom Alter bremsen lassen. Für den mittlerweile 81 Jahre alten "Held von Bern", der mit DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock das Fußballturnier der Justizvollzugsanstalt Frankfurt-Preungesheim besuchte, ist der "Gang ins Gefängnis" eine Ehrensache.

"Als mich Fritz Walter einst fragte, ob ich ihn einmal als Botschafter in ein Gefängnis begleiten würde, hätte ich nie gedacht, dass daraus bis heute fast 200 Besuche werden würden", sagte Eckel: "Ich bin froh, dass ich das gemacht habe. Fitz Walter hat es auf 250 Besuche gebracht. Die schaffe ich auch noch."

Für Sandrock war es der erste Besuch in einer Haftanstalt. Der oberste Hauptamtliche beim DFB ist seit März 2012 stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der ältesten deutschen Fußballstiftung. "Sepp Herberger war seiner Zeit voraus. Er hat bereits in den 1970er-Jahren erkannt, welche Möglichkeiten der Fußball hat, sich für Menschen in Notlagen zu engagieren", sagte Sandrock: "Dieser Geist Herbergers, sein Vermächtnis 'Wer oben ist, darf die unten nicht vergessen', ist uns nach wie vor Ansporn und Verpflichtung."