Austin (dpa) - Ein Däne für McLaren: Kevin Magnussen darf im kommenden Jahr für den britischen Traditionsrennstall sein Formel-1-Debüt feiern. Der 21-Jährige bekam wie erwartet den Zuschlag als Nachfolger des Mexikaners Sergio Perez.

Magnussen, Sohn des 24-maligen Grand-Prix-Starters Jan Magnussen, wird damit an der Seite des erfahrenen Ex-Weltmeisters Jenson Button in der nächsten Saison an den Start gehen. Der Däne empfahl sich jüngst als Gewinner der Renault World Series.

McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh lobte die Art und Weise von Magnussens Sieg als herausragend. Er habe nicht nur eine beeindruckende Geschwindigkeit gezeigt, sondern auch seine wachsende Reife bewiesen und die Fähigkeit, eine Meisterschaft anzugehen. "Wir setzen große Hoffnungen in ihn", sagte Withmarsh in einer Presseerklärung am Donnerstag. "Jedes Mal, wenn er einen Formel-1-Wagen getestet hat, war er sehr schnell, sehr methodisch und sein Feedback war erstklassig."

Zur Belohnung bekommt er im kommenden Jahr das Perez-Cockpit. Der Mexikaner hatte sein Ende bei McLaren nach nur einem Jahr am Abend zuvor angekündigt. "Ich habe immer das Beste für das Team gegeben und trotzdem konnte ich in diesem historischen Team nicht das erreichen, was ich wollte", hatte er via Twitter mitgeteilt. Wohin es den 23-Jährigen nach dem Rennen in Austin und eine Woche später in Sao Paulo führen wird, ist völlig offen. "Er ist ein lieber und feiner Kerl", lobte ihn Noch-Chef Whitmarsh.

Doch das reichte nicht. Denn McLaren, für das Magnussens Vater 1995 auch schon gefahren war, braucht dringend wieder Erfolge. Der letzte WM-Titel bei den Fahrer liegt fünf Jahre zurück (Lewis Hamilton/2008). Bei den Konstrukteuren ist es gar 15 Jahre her. Derzeit rangiert McLaren nur auf dem fünften Platz in der Teamwertung. Auf einen Grand-Prix-Sieg wartet der englische Rennstall seit dem Finale im vergangenen Jahr in Sao Paulo. Große Hoffnungen setzt McLaren vor allem in die Zusammenarbeit mit Formel-1-Rückkehrer Honda ab 2015.

Dass er in der großen Reformsaison im kommenden Jahr mit dem Comeback der Turbomotoren vor einer besonderen Herausforderung steht, weiß auch Magnussen. "Ich habe einen enormen Respekt vor jedem bei McLaren und ich möchte Martin und seinen mitverantwortlichen Kollegen ein riesiges Dankeschön aussprechen, dass sie mir diese Chance geben", sagte der Däne.