Mehrere Intellektuelle, darunter Schauspieler, Musiker, Schriftsteller und Wissenschaftler, haben an die SPD appelliert: Sie solle keine Große Koalition mit der Union eingehen.

In dem Aufruf "Wider die große Koalition" heißt es: Die SPD marginalisiere sich weiter innerhalb einer Großen Koalition. Es gehe darum, ob sie sich für ein "Weiter so" einspannen ließe oder ob sie für eine echte politische Alternative stehe. Zu den Erstunterzeichnern gehören der Liedermacher Konstantin Wecker , der Autor Roger Willemsen , der Schriftsteller Ingo Schulze , die Schauspielerinnen Hanna Schygulla und Maren Kroymann, der Philosoph Oskar Negt und der Theologe Friedrich Schorlemmer .

Durch eine Große Koalition würde die demokratische Debatte geschwächt und damit auch das Vertrauen in die Politik. Man brauche Korrigierbarkeit und Offenheit demokratischer Prozesse, heißt es in dem Aufruf. "Sie lässt auch den Wunsch der Mehrheit nach einer politischen Alternative ohne Adresse und ohne Antwort", heißt es weiter. "Wenn der SPD die Courage fehlt, die Führung zu übernehmen, sollte sie in die Opposition gehen und sich von Grund auf erneuern."