Leipzig (dpa) - Mitten in den Koalitionsverhandlungen mit der Union hat die SPD in Leipzig ihren dreitägigen Bundesparteitag begonnen. Im Fokus soll die Aufstellung für die nächsten Jahre stehen.

Es soll aber auch eine mehrstündige Debatte über die Gründe für das schlechte Wahlergebnis von 25,7 Prozent bei der Bundestagswahl geben. Die rund 600 Delegierten begrüßten den - erfolglosen - Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück mit langem Beifall.

Zudem will sich die Partei künftig für eine Koalition mit der Linkspartei im Bund öffnen. Am Nachmittag stellt sich SPD-Chef Sigmar Gabriel den Delegierten zur Wiederwahl. Er führt die SPD seit vier Jahren. 2009 in Dresden erhielt er 94,2 Prozent, 2011 in Berlin 91,6 Prozent.

Generalsekretärin Andrea Nahles warb zu Beginn des Parteitags für den geplanten Mitgliederentscheid über einen Koalitionsvertrag mit der Union. "Wer bei uns Mitglied ist, klebt nicht nur Plakate und steht nicht nur am Infotisch", sagte sie. Gleichzeitig versprach sie den Delegierten, dass die Parteiführung einen Mindestlohn von 8,50 in den Verhandlungen mit der Union durchsetzen werde.

Die Koalitionsverhandlungen sollen Ende November abgeschlossen werden. Danach will die SPD ihre Mitglieder befragen. Das Ergebnis soll bis zum 15. Dezember vorliegen.

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