Hannover (dpa) - Anderthalb Jahre nach seinem Rücktritt als Bundespräsident steht Christian Wulff wegen Vorteilsannahme vor Gericht. Begleitet von riesigem Medieninteresse erschien Wulff im Landgericht Hannover.

Mit Wulff steht erstmals ein Ex-Staatsoberhaupt der Bundesrepublik vor Gericht. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft verhielt sich Wulff als niedersächsischer Ministerpräsident korrupt, als er sich von Filmfinanzier David Groenewold 2008 zu einem Oktoberfestbesuch einladen ließ.

Später soll Wulff bei Siemens für ein Projekt Groenewolds um Unterstützung geworben haben. Der Filmfinanzier ist deswegen mit angeklagt.