Rom (SID) - Die Ankläger des Nationalen Olmypischen Komitees Italiens (CONI) haben eine zweijährige Sperre für den früheren Straßenrad-Weltmeister Alessandro Ballan gefordert. Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Mantua soll der 34 Jahre alte BMC-Profi in seiner Zeit beim Team Lampre (bis 2009) gegen das italienische Anti-Doping-Gesetz und damit auch gegen die Richtlinien der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) verstoßen haben.

Gleichsam empfahl das CONI im Zuge der "Mantua-Affäre" lebenslange Sperren gegen den Apotheker Guido Nigrelli und den Arzt Fiorenzo Egeo Bonazzi, die Doping bei Lampre unterstützt haben sollen. Ab dem 10. September müssen sich zudem sieben aktuelle und frühere Lampre-Mitarbeiter im Zusammenhang mit dem Fall vor einem ordentlichen Gericht erklären, darunter Ballan und der frühere Giro-Sieger Damiano Cunego.

Für Ballan könnte eine Sperre das Ende der Karriere beenden, die schon 2012 auf der Kippe stand. Kurz vor dem Jahreswechsel war der Weltmeister von 2008 im Training schwer gestürzt, hatte sich zweimal das linke Bein sowie eine Rippe gebrochen, später mussten die Milz und der Blinddarm entfernt werden. Nach einer halbjährigen Pause feierte Ballan im Sommer sein Comeback, musste wegen anhaltender Unterleibs-Beschwerden erneut operiert werden.