Berlin (SID) - Tischtennis-Europameister Dimitrij Ovtcharov (Hameln) zeigt nach über vierjährigem "Exil" Interesse an einer Rückkehr nach Deutschland. "Ich würde gerne wieder in der Bundesliga spielen", sagte Deutschlands neuer Spitzenspieler vom russischen Champions-League-Sieger Fakel Orenburg dem Fachmagazin kicker bei den German Open in Berlin. Allerdings macht der 25 Jahre alte Weltranglistenfünfte "Bedingungen ähnlich wie in Orenburg" zur Voraussetzung für ein Comeback in der deutschen Eliteklasse.

Ovtcharov, der 2009 vom deutschen Rekordmeister Borussia Düsseldorf für ein Jahr nach Belgien wechselte und danach in Orenburg anheuerte, genießt in Russland Privilegien wie in Deutschland nur der Düsseldorfer EM-Rekordchampion Timo Boll. Pro Saison muss der beste Nicht-Chinese der Welt für Orenburg lediglich zwölf Champions-League-Begegnungen bestreiten und für drei Vier-Tage-Perioden in der russischen Meisterschaft zur Verfügung stehen: "Das ist sehr übersichtlich." Zum Vergleich: Ein Profi bei einem deutschen Champions-League-Starter muss sich "in Vollzeit" auf bis zu 37 Einsätze einstellen.

Durch den Wechsel in der deutschen Hierarchie sieht Ovtcharov, der weiterhin in Düsseldorf lebt, auch für die Bundesliga Chancen auf zusätzliches Sponsoreninteresse und damit neue finanzielle Möglichkeiten für seine Verpflichtung durch einen Verein. "In Orenburg stimmt alles für mich: gute Trainingspartner, auch eine gute Bezahlung, aber vor allem nur sehr wenige Spiele, so dass ich Zeit für Training, Regeneration und internationale Wettkämpfe habe. Es ist ideal. Vielleicht kann ein Klub aus der Bundesliga es schaffen, ein solches Paket zu schnüren, dass es für mich passt."