Die Zahl der Datenabfragen beim IT-Konzern Google durch Regierungen und Sicherheitskräfte hat sich seit 2009 mehr als verdoppelt. Im ersten Halbjahr 2013 seien fast 26.000 Anfragen registriert worden. Im Vergleich dazu gab es im zweiten Halbjahr 2009 nur gut 12.500 Anfragen. Die Zahlen bezögen sich jedoch nur auf jene Anfragen, die Google der Öffentlichkeit mitteilen dürfe.

Die Liste der wissbegierigsten Staaten wird von den USA angeführt: 42 Prozent der Anfragen stammten von dort. Die Zahl hat sich zwischen 2009 und 2013 verdreifacht auf fast 11.000. Mit Abstand auf den Plätzen zwei und drei liegen Indien mit 2.700 und Deutschland mit 2.311 Ansuchen. Im Bericht vor drei Jahren hatte Deutschland lediglich 458 mal angefragt. Der Wert hat sich also verfünffacht.

Die Zahl der Anfragen kann aber nicht als endgültig gesehen werden. Auf der Basis des Foreign Intelligence Surveillance Act (FISA) wird in einigen Verfahren die Offenlegung der Anzahl an Anfragen untersagt. Google hat die entsprechende Infografik geschwärzt und gibt nur den Wert 0-999 an.