Düsseldorf (AFP) Industrie und Handel haben vor negativen Folgen eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns für Deutschlands Ausbildungssystem gewarnt. Führe eine mögliche künftig große Koalition aus Union und SPD eine Lohnuntergrenze von 8,50 Euro ein, würden "viele Schulabgänger versuchen, kurzfristig einen Mindestlohnjob für 1400 Euro pro Monat zu finden, statt eine duale Ausbildung zu absolvieren", sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, dem "Handelsblatt" vom Donnerstag. Ein Mindestlohn würde "geradezu Anreize setzen, keine Ausbildung zu machen".