Iran hat einen Mangel an Vertrauen bei den aktuellen Verhandlungen über sein Atomprogramm beklagt. "Solange das Vertrauen nicht wiederhergestellt ist, könne wir keine konstruktiven Verhandlungen führen", sagte der iranische Chefunterhändler Abbas Araktschi laut einer Mitteilung des Staatsfernsehens. Das größte Hindernis seien Forderungen der französischen Regierung das diskutierte Übergangsabkommen zu verschärfen.

Frankreichs Außenminister Laurent Fabius sagte, dass der Westen in den Atomverhandlungen mit dem Iran standhaft bleiben sollte. Er halte es für möglich, dass es noch in dieser Woche bei den laufenden Gesprächen ein Abkommen geben könne, sagte Fabius dem Fernsehsender France 2. Zugleich betonte der Außenminister: "Aber diese Einigung muss auf Standfestigkeit basieren." Zu Beginn der Verhandlungen am Mittwoch in Genf hatte sich der Iran wenig kompromissbereit gezeigt.

Es sind die dritten Atomverhandlungen zwischen dem Iran und den UN-Veto-Mächten Russland, USA, China, Frankreich und Großbritannien sowie Deutschland innerhalb eines Monats. Die westlichen Staaten verdächtigt den Iran, heimlich Atomwaffen zu bauen. Dieser beteuert, die Kerntechnologie ausschließlich zur Energieerzeugung und für Forschungszwecke nutzen zu wollen.