Pyeongchang (SID) - Gut vier Jahre vor Winter-Olympia 2018 hat Thomas Bach am Donnerstag die Vorbereitungen von Pyeongchang/Südkorea gelobt. "Wir sind zufrieden mit dem Fortschritt, den das Organisationskomitee erreicht hat. Es macht uns zuversichtlich, dass wir erfolgreiche Spiele erleben werden", meinte der neue Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Erst ist vom 7. bis 23. Februar 2014 Sotschi Gastgeber von Winter-Olympia.

Bach besuchte in Korea jene Stadt, die München im Sommer 2011 bei der IOC-Wahl in Durban/Südfrika überzeugend geschlagen hatte. Pyeongchang, das sich zuvor zweimal vergeblich beworben hatte, hatte damals Kritik von Bach erhalten. Der damalige Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und Chef der Münchner Bewerbung warf Pyeongchang vor zwei Jahren vor, die unweit der nordkoreanischen Grenze entstehenden Olympiabauten seien "weiße Elefanten", ihre spätere Nutzung sei sehr fraglich.

Bach wies in Pyeongchang noch einmal darauf hin, die Spiele in Sotschi würden die schärfsten Doping-Kontrollen der olympischen Geschichte erleben. "Es ist hinsichtlich Quantität und Qualität das größte Anti-Doping-Programm, das wir jemals hatten." Dabei würden verstärkt und zielorientiert Tests vor dem Auftakt der Wettkämpfe genommen.

Bach, der zuvor die künftige Olympiastadt Tokio (Sommer 2020) und Peking besucht hatte, das sich als Gastgeber von 2008 nun um die Winterspiele 2022 bewarb, erhält am Freitag eine Privat-Audienz bei Papst Franziskus. Der Tauberbischofsheimer trifft nach den Worten einer IOC-Sprecherin das Oberhaupt der katholischen Kirche im Rahmen seines Besuchs der 42. Generalversammlung des Europäischen Olympischen Komitees (EOC).