Wuppertal (SID) - Nach seinem Silber-Coup bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Barcelona hat sich für Marco Koch kaum etwas verändert. "Nö, eigentlich nichts", sagte der Vizeweltmeister, der im Sommer die einzige Medaille der deutschen Beckenschwimmer gewonnen hatte, am Rande der Kurzbahn-DM in Wuppertal. Sein Bekanntheitsgrad ist immerhin leicht gestiegen, wie der 23-Jährige im Trainingslager auf Teneriffa feststellte. "Am Flughafen haben mich mehrere Senioren erkannt, das ist mir noch nie passiert", berichtete der Darmstädter.

Koch war bei der WM in Barcelona überraschend über 200 m Brust zu Silber geschwommen - der einzige Lichtblick im enttäuschenden deutschen Team. Wirtschaftlich ausgezahlt hat sich der Medaillengewinn kaum. Die Situation bei den Sponsoren sei "überschaubar", meinte Koch. In der Wuppertaler Schwimmoper blieb er über 400 m Lagen zwar unter der Norm für die Kurzbahn-EM in Herning (12. bis 15. Dezember). Starten will er über diese Strecke in Dänemark aber nicht: "Damit gewinnt man bei der EM keinen Blumentopf." Die Konzentration gilt den Bruststrecken.