Warschau (dpa) - Einen Tag vor dem geplanten Abschluss der Klimakonferenz in Warschau gibt es in zentralen Punkten noch viele offene Fragen. Insbesondere beim Thema Geld für ärmere Länder liegen die Meinungen weit auseinander.

"Es gibt keinen Punkt, an dem nicht strittige Fragen vorhanden sind", sagte die Parlamentarische Staatssekretärin Ursula Heinen-Esser vom Bundesumweltministerium am Donnerstag mit Blick auf den Finanz-Entwurf.

Bis 2015 soll entschieden sein, auf welchen Wegen ärmere Staaten mehr Geld für die klimafreundliche Entwicklung und die Anpassung an Klimafolgen erhalten. Bei dem Punkt sei man vorangekommen, ungelöst sei aber "der Bereich Finanzen", sagte Heinen-Esser. Umweltgruppen sehen wenig Anzeichen für Fortschritte bei diesem Thema.

Beim Waldschutz sei man auf "sehr gutem Weg", fügte Heinen-Esser hinzu. Auch da sei jedoch die Finanzierung noch offen. Hauptgeberländer seien bislang neben Deutschland auch die USA und Norwegen.

Auf der Konferenz in Warschau wollen die Länder vor allem am Grundgerüst für einen weltweiten Klimavertrag weiterbauen, der 2015 in Paris vereinbart werden soll. Dazu ist es wichtig, dass die Staaten im kommenden Jahr ihre nationalen Klimaschutzziele vorlegen.

In China geschehe zwar sehr viel beim Thema Klimaschutz, sagte der deutsche Chefverhandler Karsten Sach. "China will sich aber nicht vorschreiben lassen, wann es etwas vorlegt." Mit Russland gebe bei anderen Themen noch Probleme.

Heinen-Esser zeigte sich dennoch optimistisch. Eine entscheidende Bedeutung komme nun den Leitern der einzelnen Arbeitsgruppen zu, sagte sie. Die Konferenz soll offiziell am Freitagabend enden, zumeist werden solche Tagungen aber um etwa einen Tag verlängert.

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