In der Affäre um Werbepraktiken des Versicherers Debeka hat das rheinland-pfälzische Innenministerium reagiert. In einem Schreiben warnt das Mainzer Ministerium die etwa 74.000 Beamten davor, Personaldaten möglicher neuer Versicherungskunden ohne deren ausdrückliche Genehmigung weiterzugeben, wie das Handelsblatt berichtete. Dabei handele es sich um eine Ordnungswidrigkeit, die bei Profitabsicht als Straftat verfolgt werden könne, heißt es weiter.

Der private Krankenversicherer Debeka hatte kürzlich bestätigt, Beamte für sich als sogenannte Tippgeber nebenberuflich arbeiten zu lassen, um neue Versicherungskunden zu werben.

Das Handelsblatt geht von 2.000 rheinland-pfälzischen Beamten aus, die bislang der Debeka Personentipps gaben. Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat bereits Anfang November ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannte Debeka-Mitarbeiter und Beamte eingeleitet.