Kairo (AFP) Der Konflikt um die Entmachtung der Islamistenführung in Kairo reißt die politischen Gräben zwischen Ägypten und der Türkei immer weiter auf. Ägyptens Übergangsregierung ließ am Samstag den türkischen Botschafter aus Kairo ausweisen und will den seit Monaten verwaisten Posten des ägyptischen Statthalters in Ankara vorerst nicht mehr besetzen. Hintergrund sind Äußerungen des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan, der "schlimme Massaker" an "friedlichen" Demonstranten in Kairo angeprangert und den vom Militär herbeigeführten Machtwechsel wiederholt als "Staatsstreich" verurteilt hatte.