Berlin (dpa) - Der scheidende Außenminister Guido Westerwelle (FDP) hat angesichts der US-Geheimdienstspähaffäre weitere Aufklärung verlangt.

"Vertrauen ist verloren gegangen. Wir arbeiten daran, dass es wiederhergestellt werden kann", sagte Westerwelle am Montag vor einem Treffen mit dem US-Senator Chris Murphy und dem Kongressabgeordneten Gregory Meeks in Berlin. Nötig seien dafür auch "klare Regeln für die Zukunft". Westerwelle mahnte: "Wir wollen eine gute Balance zwischen Sicherheit und Privatsphäre." Die Regierungen in Berlin und Washington arbeiten derzeit an einem Abkommen, das die Arbeit der Geheimdienste neu regeln soll.

Murphy warnte, die transatlantische Partnerschaft sei viel zu wichtig, um eine Beschädigung hinzunehmen. "Es geht nicht allein um Worte. Jetzt sind Taten gefragt." Auch Meeks sagte, die Beziehungen müssten zu beiderseitigem Nutzen gestärkt werden.

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