Berlin (dpa) - Nach den diplomatischen Zerwürfnissen zwischen Deutschland und den USA in der Spähaffäre will sich eine US-Delegation in Berlin um Ausgleich bemühen.

Senator Chris Murphy und der Kongressabgeordnete Gregory Meeks treffen mit Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU), Außenminister Guido Westerwelle und dem Abteilungsleiter für Außenpolitik im Kanzleramt, Christoph Heusgen, zusammen. Zudem wollen sie mit Bundestagsabgeordneten sprechen, die dem parlamentarischen Gremium zur Kontrolle der Geheimdienste angehören, und an einer öffentlichen Diskussion teilnehmen.

Die Veröffentlichungen über die Spähaktionen des US-Geheimdienstes NSA hatten in den vergangenen Monaten für große Verstimmungen zwischen Deutschland und den USA gesorgt. Neue Wucht bekam die Debatte, als bekannt wurde, dass die National Security Agency (NSA) wohl über Jahre auch das Handy von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) abgehört hat. Die US-Regierung hat eine Untersuchung der Vorwürfe angekündigt, lehnt aber eine Entschuldigung ab.