São Paulo (dpa) - Um das Abschiedsgeschenk kümmerte sich Bernie Ecclestone höchstpersönlich.

Als die Pressekonferenz in São Paulo sich dem Ende neigte, reichte der Formel-1-Geschäftsführer Sieger Sebastian Vettel eine brasilianische Fahne und einen Stift; nur das Autogramm des viermaligen Weltmeisters fehlte noch, und das Präsent für Mark Webber war fertig. "Das ist für mich wie eine Trophäe", meinte der Australier - seine letzte in der Formel 1.

Nach zwölf Jahren mit neun Siegen in 215 Rennen verließ einer der wenigen echten Typen das Fahrerlager. Geradlinig, meinungsfreudig, einer mit Rückgrat. "Wir werden ihn vermissen. Er ist ein großartiger Fahrer und ein großartiger Mensch", sagte Fernando Alonso. Schon vor dem Start hatte der Spanier seinen Kumpel aus Australien innig umarmt.

Webber hatte es im Schatten von Vettel nicht leicht. Dennoch wurden sie in ihren gemeinsamen fünf Red-Bull-Jahren zur Fahrerpaarung mit den zweitmeisten Doppelerfolgen (16). Nur Michael Schumacher und dessen damaliger Schattenmann Rubens Barrichello waren erfolgreicher (24). Der Brasilianer trat hernach öfters mal nach. Von Webber ist das nun nicht unbedingt zu erwarten. Er trat ab - mit Stil und Souveränität, aber ohne böses Wort.