München (dpa) - Im NSU-Prozess soll die Mutter von Beate Zschäpe als Zeugin vernommen werden. Als nahe Angehörige kann sie die Aussage vor Gericht verweigern.Im Ermittlungsverfahren hatte sich die Zahnärztin jedoch geäußert.

Das Verhältnis zu ihrer Tochter gilt als schwierig, in Vernehmungsprotokollen ist von einem Zerwürfnis die Rede. Die Bindung Zschäpes zu ihrer Großmutter ist enger; die Hauptangeklagte hatte sich selbst als "Omakind" bezeichnet.

Den mutmaßlichen Terroristen des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) werden zehn Morde und zwei Sprengstoffattentate zur Last gelegt. Zschäpe ist als Mittäterin an allen Anschlägen angeklagt. Sie soll für die legale Fassade des Trios gesorgt haben.