London (AFP) Einem internationalen Forscherteam ist ein sensationeller Erfolg bei der Entschlüsselung uralten menschlichen Erbguts gelungen: Ein Team vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig wertete gemeinsam mit Forschern aus Madrid einen Knochenfund aus Atapuerca im Norden Spaniens aus, der rund 400.000 Jahr alt ist, wie das Magazin "Nature" berichtet. Das verhältnismäßig gut erhaltene Knochenpulver aus dem Oberschenkel eines menschenartigen Lebewesens ist damit rund 320.000 Jahre älter als die bislang älteste entschlüsselte Erbsubstanz des sogenannten Denisova-Menschen aus dem Süden Sibiriens.