Rom (AFP) Das italienische Verfassungsgericht hat das Wahlgesetz des Landes am Mittwoch für in Teilen verfassungswidrig erklärt und damit den Druck auf die Regierung von Enrico Letta erhöht, eine Wahlrechtsreform vorzunehmen. Das Gericht in Rom befand, dass das Gesetz in zwei Punkten gegen die Verfassung verstoße. Zum einen beanstandete es das System der sogenannten geschlossenen Listen, das Wählern keine Stimmabgabe für individuelle Kandidaten ermögliche. Ebenfalls nicht verfassungskonform ist demnach das Bonussystem, das der siegreichen Koalition im Parlament die Mehrheit der Sitze sichert.