Washington (AFP) Michael Vannak Khem Misiewicz schien mit seiner Lebensgeschichte den amerikanischen Traum zu verkörpern: Geboren in den Reisfeldern außerhalb von Kambodschas Hauptstadt Phnom Penh, kam er in den 1970er Jahren als Adoptivkind in die USA. Seine Eltern ließen ihn fort, weil sie ihn vor dem Bürgerkrieg und dem Völkermord der Roten Khmer bewahren wollten. Als Misiewicz vor drei Jahren für einen Besuch in sein Geburtsland zurückkehrte, trug er die makellos weiße Uniform eines Marineoffiziers. Das Pentagon inszenierte die Heimkehr damals als PR-Ereignis, Journalisten verfolgten gebannt das Wiedersehen mit einer Tante und anderen Verwandten in Kambodscha.