General Motors zieht seine Marke Chevrolet Ende 2015 aus Europa zurück. Damit beendet der US-Autobauer den konzerninternen Markenkampf.  "Mit diesem Schritt können wir unsere Ressourcen darauf konzentrieren, die Marke und das Geschäft von Opel/Vauxhall zu stärken", sagte GM-Vize und Opel-Aufsichtsratschef Stephen J. Girsky.

Die meist in Südkorea für den europäischen Markt gebauten Chevrolet-Kleinwagen liegen seit Jahren bei etwa einem Prozent Marktanteil, Opel und die britische Schwester Vauxhall kommen auf sechs Prozent. In den ersten zehn Monaten 2013 verkaufte Chevrolet in Europa nach Zahlen des Branchenverbands Acea 25.752 Fahrzeuge – 17,4 Prozent weniger als im Vorjahr. "Die Finanzergebnisse sind inakzeptabel", sagte Girsky.

Von 2016 an werde Chevrolet in Europa nur noch US-Ikonen wie die Corvette verkaufen. Die Adam Opel AG und GM Europa würden durch den Abzug von Chevrolet nicht belastet.

Der Europachef von Chevrolet, Thomas Sedran, begründete den Rückzug mit der schwachen Marktentwicklung in West- und Osteuropa: "Wenn wir nach vorne schauen, sehen wir, dass es für Chevrolet Europa sehr schwer werden würde." Sowohl der erwartet geringe Absatz als auch die Überkapazitäten und der Preiskampf der Hersteller machten das Geschäft schwer. Chevrolet-Kunden müssten sich keine Sorgen machen, sagte Sedran. Alle Garantien würden weiter gelten, Ersatzteile soll es bis mindestens 2025 geben.