Für US-Vizepräsident Joe Biden ist die neue chinesische Luftverteidigungszone besorgniserregend für die Region. In seinem vierstündigen Gespräch mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping äußerte er "erhebliche Besorgnis" und signalisierte eine harte Haltung der USA.

Das chinesische Außenministerium betonte, dass die neue Luftverteidigungszone internationalen Gesetzen und Vereinbarungen entspreche. Daher sollte auch der Standpunkt der USA objektiv und fair sein. Biden hatte zu Beginn seiner Ostasienreise Japan Unterstützung zugesichert. Weiterhin hatte er angekündigt, gegenüber der chinesischen Führung die Bedenken der USA in aller Deutlichkeit anzusprechen.

China hatte im November eine Luftverteidigungszone im Ostchinesischen Meer ausgerufen. Das Gebiet beinhaltet eine mit Japan umstrittene Inselgruppe, die auf japanisch Senkaku und auf chinesisch Diaoyu genannt wird. Sie soll reich an Fischgründen und Rohstoffen sein.

Die Regierung in Peking fordert nun, dass sich ausländische Flugzeuge vor dem Überflug durch die Zone anmelden und sich von der chinesischen Luftüberwachung leiten lassen. Die USA entsandten daraufhin demonstrativ mehrere Kampfflugzeuge in die Zone, ohne dies vorher in Peking anzumelden. Auch Japan, Südkorea und Taiwan schickten unangekündigt Flugzeuge in das Gebiet.