Sanaa (dpa) - Bei einem Angriff auf das jemenitische Verteidigungsministerium sind 40 Menschen getötet worden. Das berichteten Krankenhausärzte in Sanaa.

Ein Sanitäter sagte, unter den Opfern seien auch eine Deutsche und eine philippinische Krankenschwester. Zum Zeitpunkt des Angriffs habe eine ausländische Delegation das Militärkrankenhaus besucht, das sich in dem Gebäudekomplex befindet. Offiziell wurde dies zunächst nicht bestätigt. Der Sanitäter sprach von etwa 100 Verletzten.

Lokale Medien meldeten unter Berufung auf die Sicherheitskräfte, zu Beginn der Attacke hätten sich am Haupteingang zwei Selbstmordattentäter mit einer Autobombe in die Luft gesprengt. Anschließend stand eine große Rauchsäule über dem Gebäudekomplex. Die Angreifer drangen nach der Explosion in das Militärkrankenhaus und in zwei weitere Gebäude ein.

Wer hinter dem Angriff auf das Ministerium steckt, blieb zunächst unklar. Al-Kaida-Terroristen hatten in den vergangenen Jahren mehrfach vergeblich versucht, Verteidigungsminister Mohammed Nasser Ahmed zu töten.