Die französische Zentralbank hat vor der Internetwährung Bitcoin gewarnt. Die digitale Währung sei hoch spekulativ und stelle ein finanzielles Risiko für Verbraucher dar, teilte die Zentralbank in Paris mit.

Der Bitcoin basiere auf keiner realwirtschaftlichen Aktivität und habe einen sehr stark schwankenden Wechselkurs. Niemand garantiere die Umwandlung des Bitcoins in eine reale Währung. Zudem könnten Hacker Bitcoin-Konten plündern.

Mit digitalem Geld in einer virtuellen Währung können Verbraucher auf Internet-Plattformen und in Online-Gemeinschaften für unterschiedliche Güter bezahlen – oft für rein virtuelle Güter wie Ausrüstungsgegenstände in Onlinespielen, teils aber auch für reale Produkte. Einige Online-Währungen können auch gegen echtes Geld umgetauscht werden. Die Europäische Zentralbank (EZB) warnte bereits, Digitalwährungen tendierten von Natur aus zu Instabilität.

Einige Experten widersprechen dieser Annahme. So sagte IT-Investor Shakil Khan beispielsweise:  "Überall auf der Welt sitzen gerade Unternehmer, Anwälte und Regulatoren zusammen und überlegen, wie sie die nächste Generation von Firmen für digitale Währungen an den Markt bringen können." Längst würden Hedgefonds in Bitcoins investieren und hielten größere Beträge, ohne öffentlich darüber zu sprechen. Auch Baidu, Chinas Pendent zu Google, akzeptiert Bitcoins als Zahlungsmittel.

Bitcoin waren 2009 als Antwort auf die internationale Finanzkrise erfunden worden. Geschaffen hat sie ein unbekannter Programmierer, der eine von Staaten, Zentralbanken und anderen Finanzinstituten unabhängige Währung wollte. Das virtuelle Geld wird durch komplexe Verfahren berechnet, die maximale Geldmenge ist begrenzt.