Wiesbaden (SID) - Für DOSB-Generaldirektor Michael Vesper stellt das Kartellamtsverfahren wegen möglicher illegaler Preisabsprachen gegen den designierten DOSB-Präsidenten Alfons Hörmann "keine Hypothek" für den Kandidaten dar. "Das ist ein schwebendes Verfahren und kein Hindernis, das Amt des DOSB-Präsidenten wahrzunehmen", sagte Vesper am Donnerstagabend nach einer Präsidiumssitzung in Wiesbaden.

Zu diesem Ergebnis sei man gekommen, nachdem man sich "natürlich" mit der Thematik der Sache beschäftigt habe. Gegen Hörmann läuft derzeit ein Verfahren, das sich auf eine Zeit bezieht, in der der noch amtierende Präsident des Deutschen Skiverbandes (DSV) Unternehmer in der Tonziegelbranche war. Die Firma Creaton AG, deren Geschäftsführer Hörmann war, steht in Verdacht, vor sieben Jahren illegale Preisabsprachen getroffen zu haben.

Derzeit prüft die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf den Fall. Möglicherweise fällt bis zur Mitgliederversammlung des DOSB die Entscheidung, ob der Fall an das Oberlandesgericht übergeben wird. Hörmann hat die Vorwürfe stets bestritten.

Der 53-Jährige ist bei der Präsidentenwahl am Samstag in den Rhein-Main-Hallen in Wiesbaden der einzige Kandidat. Hörmanns Wahl gilt als sicher. "Wir sind zuversichtlich, dass er die Mehrheit erhält", sagte Vesper. Nach Aussage des DOSB-Generaldirektors bestehe der einzige Kandidat auf einer "geheimen Wahl".

Hörmann wäre Nachfolger von Thomas Bach, der am 10. September zum Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) gewählt worden war.