Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat zu weiteren Anstrengungen im Kampf gegen Malaria aufgerufen. "Die Tatsache, dass so viele Menschen durch Mückenstiche erkranken und sterben, ist eine der größten Tragödien des 21. Jahrhunderts", sagte WHO-Generaldirektorin Margaret Chan am Mittwoch bei der Vorstellung des Malaria-Berichts 2013.

Zwar habe der Einsatz gegen Malaria seit dem Jahr 2000 mehr als drei Millionen Menschen das Leben gerettet. Die Krankheit stelle aber vor allem in Afrika und Südostasien nach wie vor eine große Bedrohung dar. Malaria wird durch Moskitos übertragen.

Weltweit haben sich nach Schätzungen der WHO im vergangenen Jahr mehr als 200 Millionen Menschen mit Malaria infiziert, davon starben etwa 627.000 Menschen durch die Krankheit. Die Sterblichkeitsrate fiel nach Angaben der WHO zwischen 2000 und 2012 weltweit um knapp die Hälfte. Chan warnte jedoch vor Selbstzufriedenheit. "Die absoluten Zahlen der Malaria-Fälle und der Toten gehen nicht so schnell zurück, wie sie könnten", sagte sie.

Moskitonetze als effektiver Schutz gegen den Überträger von Malaria

Der Anstieg der finanziellen Mittel zur Eindämmung von Malaria habe zu großen Fortschritten geführt, heißt es in dem Bericht. Im vergangenen Jahr seien hierfür 2,5 Milliarden Dollar eingesetzt worden. Nach Einschätzung der WHO ist aber doppelt so viel Geld nötig, um allen Betroffenen die nötige Hilfe zukommen zu lassen.

Die Experten warnten davor, dass die Verbreitung von Moskitonetzen in den vergangenen beiden Jahren deutlich nachgelassen habe. 2013 sei wieder ein Anstieg zu beobachten, dies gleiche aber nicht die Versäumnisse vieler Jahre aus, in denen zu wenige Moskitonetze verteilt worden seien, sagte Robert Newman, der Chef des Anti-Malaria-Programms der WHO.