Die Bundeswehr fliegt etwa 50 deutsche Staatsbürger angesichts der eskalierenden Gewalt aus dem Südsudan aus. Eine Transportmaschine werde von Westafrika in die südsudanesische Hauptstadt Juba aufbrechen und von Deutschland werde ein Passagierflieger entsendet, sagte ein Sprecher des Einsatzkommandos in Potsdam. Die sich ausweitenden Unruhen zwischen Rebellen und Armee hatten das Auswärtige Amt zu diesem Schritt veranlasst.

Bereits am Mittwoch hatte die US-Regierung 150 amerikanische Bürger und Diplomaten außer Landes geflogen.

Am Mittwochabend nahmen abtrünnige Soldaten die Provinzhauptstadt Bor ein. In der Hauptstadt Juba schien sich die Situation jedoch wieder zu beruhigen. Die Kämpfe zwischen rivalisierende Armeeeinheiten zwei verschiedener Ethnien hatten am Sonntag begonnen. 

In Südsudan sind 16 Soldaten der Bundeswehr stationiert, die sich an der UN-Friedensmission Unmiss beteiligen. Der Südsudan existiert seit seiner Abspaltung vom Sudan vor zwei Jahren.