Der NSA-Skandal mit dem Spähangriff auf Bundeskanzlerin Angela Merkel und andere Staatsoberhäupter könnte zu Konsequenzen für US-amerikanische Geheimdienste führen. Zukünftig soll das Abhören von ausländischen Staatsführern nur mit Genehmigung vom US-Präsidenten oder seinem engsten Beraterstab durchgeführt werden, empfiehlt eine Expertengruppe. Präsident Barack Obama hatte diese Gruppe selbst eingesetzt.  

In dem vorgelegten Bericht heißt es, die Spionage von anderen Staaten sei manchmal von Nöten, besonders angesichts der Gefahr des Terrorismus. Aber auch den Schutz der Privatsphäre hob das Expertenteam mit fünf Mitgliedern hervor. So soll die Überwachung von Menschen mit ausländischem Pass in Zukunft nur möglich sein, wenn die nationale Sicherheit der USA betroffen ist. Auch der Kongress müsse über Geheimdienstüberwachungen besser informiert werden, forderten die Experten.  

Obama will Anfang 2014 mögliche Änderungen in der Überwachungsarbeit der US-Geheimdienste verkünden. Allerdings sind die Empfehlungen der Expertengruppe  nicht bindend. Der US-Präsident forciert vielmehr eine Selbstzensur der NSA.