Russlands Präsident Wladimir Putin hat eine Stationierung von atomwaffenfähigen Iskander-Raketen in Kaliningrad dementiert. Auf der Jahrespressekonferenz in Moskau sagte Putin, man solle sich beruhigen. Bisher habe man das nicht beschlossen.

"Iskander sind nicht das einzige Mittel für unseren Schutz und als Reaktionen auf die Bedrohungen, die wir um uns herum sehen", sagte Putin. Doch Waffen seien eine mögliche Antwort auf die Raketenabwehr in Europa , die die Nato plane.

Berichte sprachen zuvor von der Stationierung der Iskander-Raketen in der russischen Ostseeregion Kaliningrad um das frühere Königsberg. Am Donnerstag meldete die Bild-Zeitung unter Berufung auf Sicherheitskreise, Russland habe in den vergangenen zwölf Monaten auf persönlichen Befehl von Putin insgesamt acht Atomraketen vom Typ Iskander M an der Grenze zur EU stationiert.

Russlands Verteidigungsministerium teilte mit, Waffen auf eigenem Gebiet frei aufstellen zu können. Russland müsse auf die Pläne der USA , weitere Waffensegmente in Europa aufzustellen, reagieren. Putin sagte: "Wir haben immer wieder gesagt, dass der Abwehrschild für uns eine Bedrohung darstellt, eine Bedrohung für unser Atomwaffenarsenal." In Europa würden Atomwaffen nur von Europäern kontrolliert, sagte Putin.