Frankreich hat auch am zweiten Tag des EU-Gipfels in Brüssel wenig Verständnis für seine Forderung nach finanzieller Unterstützung für seinen Militäreinsatz in Zentralafrika erhalten. Hollande will, dass der französische Einsatz in Zentralafrika zu einer EU-Mission erklärt wird. 

"Wichtig bei einer Mission ist, dass man sich vorher einigt, wenn es ums Geld geht", sagte der österreichische Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) am Freitag zum Auftakt der Beratungen. "Im Nachhinein kann nun niemand eine Rechnung schicken."

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kam Hollande nicht entgegen. "Wir können keine militärische Mission finanzieren, bei der wir in den Entscheidungsprozess nicht eingebunden sind", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Abschluss der Beratungen am ersten Gipfeltag in der Nacht zu Freitag.  

EU-Partner sprechen über personelle Hilfen

Hollande kündigte an, Polen wolle die französische Mission in der Zentralafrikanischen Republik mit Truppen unterstützen. Polen habe außerdem die Entsendung von 50 Luftwaffentechnikern zugesagt. Andere Länder dächten auch über personelle Hilfen nach, nicht aber über die Entsendung von Kampftruppen. 

Frankreich hatte 1.600 Soldaten in die Zentralafrikanische Republik geschickt, die früher eine französische Kolonie war. Die französischen Soldaten sollten dort Kämpfe zwischen christlichen Milizen und islamischen Kämpfern beenden. 2012 hat Frankreich zudem in Mali interveniert, um islamistische Rebellen zurückzudrängen.