Die Bundeswehr hat 55 Deutsche und andere Ausländer aus dem Südsudan ausgeflogen. Sie reagierte damit auf die anhaltende Gewalt in dem afrikanischen Krisenland. 

Eine Transall startete am Morgen in der Hauptstadt Juba und brachte die Passagiere zunächst nach Entebbe im Nachbarland Uganda. Ein zweiter Evakuierungsflug soll noch heute folgen. Insgesamt sollen bis zu 100 Deutsche in Sicherheit gebracht werden. Es wird befürchtet, dass sich der Konflikt zwischen Rebellen und Regierungstruppen auf das ganze Land ausdehnt.

Seit dem Wochenende kommt es in dem afrikanischen Staat immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Truppenteilen der Armee. Die UN gehen davon aus, dass inzwischen mehrere Hundert Menschen getötet wurden. Auch drei Blauhelme der UN wurden getötet. Das Auswärtige Amt hatte am Dienstag eine Reisewarnung ausgesprochen und Deutsche zum Verlassen des Landes aufgefordert. 

Präsident Salva Kiir wirft seinem langjährigen Rivalen Riek Machar, den er im Juli als Vizepräsidenten entlassen hatte, einen Putschversuch vor. Machar weist den Vorwurf zurück. Dennoch erklärte sich Kiir zu Gesprächen mit Machar bereit. Die Kämpfe hielten aber weiter an. Daraufhin rief Machar die Armee offen zum Putsch gegen Kiir auf.