Maranello (dpa) - Ferrari will als Reaktion auf die jüngsten Regeländerungen im Januar alle Formel-1-Teams zu einem Gipfeltreffen nach Maranello einladen. Das teilte Präsident Luca di Montezemolo übereinstimmenden Medienberichten zufolge mit.

"Nicht um einen einzigen Punkt zu diskutieren, der einem Team einen Vorteil gegenüber einem anderen verschaffen könnte, sondern die gesamte Herangehensweise in der Formel 1", wurde er nach einem gemeinsamen Essen mit Medienvertretern von "autosport.com" zitiert.

Neben den Kosten, die der Internationale Automobilverband von 2015 an mit einer Ausgabengrenze regulieren will, sorgte zuletzt vor allem die Einführung der doppelten Punktzahl für das Saisonfinale im kommenden Jahr für Zündstoff. Damit soll die Spannung möglichst bis zum letzten Rennen 2014 aufrechterhalten werden. "Das ist unsinnig und bestraft diejenigen, die eine ganze Saison lang hart gearbeitet haben", hatte Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel von Red Bull umgehend moniert. "Das ist zu künstlich. Ich wäre nicht überrascht, wenn die Regel bald wieder abgeschafft wird", betonte nun di Montezemolo laut "sportbild.de".

Er will allen Rennställen nun die Chance geben, "friedlich an einem Tag zu reden, um vorauszuschauen". Eigene Interessen sollten bei dem Treffen hintenangestellt werden, sagte der Boss des Rennstalls, der seit Jahren Sonderrechte ausgehandelt hat. Bei der Zusammenkunft sollten Ideen entwickelt werden, die für jeden von Vorteil seien. Es solle "um die Natur der Formel 1" gehen.

Bericht bei autosport.com

Bericht sportbild.de