Moskau (AFP) Der inhaftierte Kreml-Kritiker Michail Chodorkowski hat einem Zeitungsbericht zufolge sein überraschendes Gnadengesuch unter Druck der russischen Geheimdienste gestellt. Anfang Dezember habe es ein Gespräch von Geheimdienstmitarbeitern mit dem früheren Oligarchen gegeben, bei dem kein Anwalt zugegen war, berichtete die Zeitung "Kommersant" am Freitag unter Berufung auf anonyme Quellen. Dabei sei Chodorkowski gesagt worden, dass sich der Gesundheitszustand seiner krebskranken Mutter verschlechtert habe und ihm ein dritter Prozess drohe. Daraufhin habe sich Chodorkowski, der bislang immer ein Gnadengesuch verweigert hatte, an Präsident Wladimir Putin gewandt.