Berlin (dpa) - Die Bundesärztekammer hat die Einführung einer "Dringlichen Überweisung" vorgeschlagen, damit Hausärzte ihre Kassenpatienten schnell zu einem Facharzt vermitteln können.

So soll die im Koalitionsvertrag vereinbarte Termingarantie verhindert werden. Union und SPD wollen durchsetzen, dass Patienten in ein Krankenhaus gehen können, wenn sie nicht binnen vier Wochen einen Termin beim Facharzt erhalten.

Dies sei unsinnig, sagte der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, der "Rheinischen Post" (Freitag). "Wichtig ist, dass Termine beim Facharzt weiterhin aus medizinischen Gründen vergeben werden." Dafür könne man eine neue Form der dringlichen Überweisung schaffen. Wer dann ohne Überweisung seines Hausarztes einen Facharzttermin wünsche, müsse unter Umständen etwas länger warten.

Termingarantie: Koalitionsvertrag Seite 75