Die südsudanesische Regierung ist Angaben der Nachbarländern zufolge bereit für eine Waffenruhe. Dies habe die Regierung des Krisenlandes bei einem Treffen der Nachbarstaaten in der kenianischen Hauptstand Nairobi angekündigt.

Die Entscheidung der südsudanesischen Regierung sei von den Teilnehmern des Treffens begrüßt worden, teilte der äthiopische Außenminister Tedros Adhamon mit. Die Gewalt müsse unverzüglich beendet werden. Die Teilnehmer forderten die Rebellen auf, ebenfalls eine entsprechende Ankündigung zu machen. 

In Nairobi berieten Staats-und Regierungschefs aus Kenia, Uganda, Äthiopien, Somalia und Dschibuti mit hochrangigen Vertretern aus dem Südsudan und dem Sudan über Auswege aus dem Konflikt. Sie forderten den Präsidenten Südsudans, Salva Kiir, und seinen ehemaligen Vize und heutigen Hauptwidersacher Riek Machar dazu auf, sich noch vor Jahresende an den Verhandlungstisch zu begeben. Keinesfalls würde ein Militärputsch gegen die amtierende Regierung in Juba hingenommen, hieß es.

Der Südsudan wird von einem ethnisch motivierten Machtkampf zwischen Präsident Kiir und Machar erschüttert. Beide gehören verschiedenen Volksgruppen an. Kiir hatte Machar im Juli als Vizepräsidenten entlassen und die Regierung aufgelöst. Machar wirft dem Präsidenten einen diktatorischen Stil vor und fordert dessen Rücktritt.