Paris (dpa) - Der ehemalige Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher hat sich bei einem Skiunfall am Kopf verletzt. Wie mehrere französische Medien übereinstimmend berichteten, verunglückte Schumacher auf einer Piste in Méribel in den französischen Alpen.

Bei dem Unfall war er laut dem Radiosender Europe 1 in Begleitung seines Sohnes. Schumacher war den Berichten zufolge bei dem Sturz auf einen Stein geprallt. Der 44-Jährige habe einen Helm getragen. Ein Hubschrauber habe ihn zunächst ins Krankenhaus von Moûtiers gebracht. Bereits eine Stunde später wurde der ehemalige Autorennfahrer nach Informationen der Regionalzeitung "Le Dauphiné Libéré" in eine Klinik in Grenoble verlegt.

Schumachers Managerin bestätigte, dass der Formel-1-Rekordweltmeister bei einem Skiunfall auf den Kopf gestürzt ist. Details zum gesundheitlichen Zustand des Kerpeners, der am 3. Januar 45 Jahre alt wird, machte Sabine Kehm nicht. Schumacher sei ins Krankenhaus gebracht worden und werde dort medizinisch professionell versorgt. "Wir bitten um Verständnis, dass wir über seinen Gesundheitszustand keine fortlaufenden Informationen abgeben können", sagte Kehm der Nachrichtenagentur dpa. Schumacher habe bei dem Sturz auf einer Piste in Méribel einen Helm getragen und sei nicht alleine gewesen, eine weitere Person sei aber nicht an dem Unfall beteiligt gewesen.

Der Radiosender RMC zitierte den Tourismus-Direktor Christophe Gernignon-Lecomte, es gebe keinen Grund zur Besorgnis. Schumacher sei bei Bewusstsein.

Méribel gehört zu einem riesigen Skigebiet, in dem drei Täler in den Savoyer Alpen von rund 180 Liften miteinander verbunden sind. Insgesamt sind dort etwa 600 Pistenkilometer erschlossen.

Der Unfall in den Bergen war nicht der erste, den Michael Schumacher in seiner Freizeit erlebte. Nach seinem ersten Rücktritt aus der Formel 1 hatte sich der siebenmalige Champion als Motorrad-Pilot versucht. Im Februar 2009 stürzte er im spanischen Cartegna schwer. Schumacher verletzte sich bei dem Unfall einen Halswirbel und eine Rippe, zudem erlitt er eine Fraktur im Bereich der Schädelbasis und eine in der Halswirbelsäule.

Wegen der Spätfolgen musste er ein mögliches Comeback für Ferrari im Sommer desselben Jahres absagen. "Die Unfallfolgen waren die schwersten, die Michael in seiner Karriere zu tragen hatte", sagte damals sein behandelnder Arzt Johannes Peil, Chef der Sportklinik in Bad Nauheim.

2010 stieg Schumacher noch einmal in die Formel 1 bei Mercedes ein. Im vergangenen Jahr beendete er dann seine Karriere endgültig, ohne dass er noch einmal den ganz großen Erfolg mit den Silberpfeilen erlebte.