Moskau (dpa) - Bei einer Explosion in einem Linienbus in der südrussischen Stadt Wolgograd sind nach offiziellen Angaben etwa zehn Menschen ums Leben gekommen. Rund zehn weitere seien verletzt worden, teilte das Zivilschutzministerium nach ersten Erkenntnissen mit.

Ermittlern zufolge trägt der Vorfall eine ähnliche Handschrift wie die Anschläge vom Sonntag und von Ende Oktober in der Stadt. In der Region beginnen in knapp sechs Wochen die Olympischen Winterspiele im etwa 700 Kilometer von Wolgograd entfernten Sotschi.

Am Sonntag waren bei einem Selbstmordanschlag im Bahnhof von Wolgograd mindestens 17 Menschen getötet worden, rund 50 weitere wurden verletzt. Ende Oktober hatte eine Selbstmordattentäterin in einem Linienbus mit einer Bombe sechs Insassen und sich selbst getötet.

Russische Ermittler fahnden mit Nachdruck nach den Hintermännern. Die Attentäter könnten nach inoffiziellen Angaben aus der nahen Konfliktregion Nordkaukasus stammen. Dort kämpfen etwa Islamisten um die Errichtung eines vom Kreml unabhängigen Kaukasusemirats.