Seoul (AFP) Es war Schwerstarbeit: Bis zu zwölf Stunden täglich schleppte Bae Jung-Hwan zentnerschwere Gesteinsladungen durch einen Stollen in 1200 Metern Tiefe – bei Temperaturen von über 30 Grad. Bae war einer von rund 8000 Südkoreanern, die zwischen 1963 und 1977 im deutschen Bergbau arbeiteten. "Als jüngstes von fünf Kindern einer armen Familie hatte ich keine andere Wahl als den gut bezahlten Job in Deutschland anzunehmen", sagt Bae. "Einmal arbeitete ich sogar, obwohl ich mir den Mittelfinger gebrochen hatte. Ich musste einfach Geld für meine Familie und mein Studium verdienen."